
Kantonspolizei St.Gallen - für Sicherheit und Ordnung
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Rasterelektronenmikroskop
Hauptanwendungsgebiete:
- Schmauchanalyse (GSR)
- Glühwendeluntersuchungen (Verkehrsunfälle)
- Elementanalyse von diversen Stoffen
- Glasanalyse
Ein gutes Lichtmikroskop kann eine Probe 1000x vergrössern. Die Naturgesetze verunmöglichen ihm eine stärkere Vergrösserung. Stärker vergrössern kann ein Gerät, das anstelle von Licht einen Elektronenstrahl verwendet. So arbeitet ein Rasterelektronenmikroskop (REM). Das funktioniert jedoch bei konventionellen REM nur im Vakuum und mit leitenden Proben. Wir verwenden das REM für alles, was wir stark vergrössern wollen und für drei Standardanwendungen:
Glühwendeln von Fahrzeugen, die an einem Unfall beteiligt waren: Oft kann die Schuldfrage geklärt werden, wenn man belegen kann, ob beispielsweise ein Blinker eingeschaltet gewesen ist oder nicht. Dank der starken Vergrösserung des REM kann man feine Spuren sichtbar machen, die eine starke Kollision an der brennenden Glühwendel zurücklässt.
Vergleich von Glassplittern: Das ist beispielsweise nötig, wenn bei einem Einbruchdiebstahl eine Scheibe zu Bruch geht und kurz darauf eine Person mit Glassplittern an den Kleidern aufgegriffen wird. Mit dem REM und der angeschlossenen Röntgenmikrobereichsanalyse (EDX) können die Anteile der Elemente an den Glassplittern bestimmt werden. Wenn sich die Zusammensetzung der Glassplitter von Tatort und aus den Kleidern nicht unterscheiden lassen, könnte die Person etwas mit dem Tatort zu tun haben.
Schmauchuntersuchungen: Das REM kann eine Probe automatisch nach Schmauchpartikeln absuchen. Solche Partikel bestehen meist aus Blei, Barium und Antimon und haben eine runde Form.
Rasterelektronenmikroskop (REM)
Glühlampe, vorbereitet für die Untersuchung im REM