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Daktyloskopie / DNA
Die Daktyloskopie (Fingerschau) oder auch Lophoskopie (Leistenschau) genannt, ist seit mehr als 100 Jahren ein unverzichtbares Mittel zur Ermittlung von Wiederholungstätern und Identifizierung von unbekannten lebenden oder toten Personen. Die individuellen Finger- und Handballenabdrücke sind während des ganzen Lebens unveränderlich und gleichbleibend.
Finger- oder Handballenspuren sind meist latent und werden an den Tatorten mit unterschiedlichen Methoden sichtbar gemacht und gesichert. Verschiedene technische und chemische Methoden helfen den Kriminaltechnikern ein optimales Resulat zu erzielen und die Auswertung und Recherche von Daktyspuren und Fingerabdrücken in der Zentralen Fingerabdruck-Datenbank AFIS (Automated Fingerprint Identifications System) in Bern zu ermöglichen.
Die DNA-Spur ist heute eine der wichtigsten Spuren, weil sie zur direkten Personenidentifikation genutzt werden kann. Die DNA-Spurensicherung hat die Möglichkeiten der heutigen kriminaltechnischen Arbeit erweitert und ist nicht mehr wegzudenken. DNA-Spuren können in den verschiedensten Formen am Tatort angetroffen werden (Zigarettenkippen, Speichel- oder Spermaspuren, Kontaktspuren).
Folgende Grundsätze ermöglichen diese direkte Identifizierung:
- Jedes Wesen besitzt ein einmaliges genetisches Erbgut. Die einzige Ausnahme sind
eineiige Zwillinge (Mehrlinge).
- Die DNA bleibt von der Entstehung bis zur Auflösung der Zelle unveränderlich.
- Die DNA ist in allen Zellen eines Wesens gleich (Ausnahme: Transplantationen).
- Die DNA wird von den Eltern vererbt.